Die, nördlich von Bamberg gelegene Stadt Hallstadt mit ihren rund 8200 Einwohnern hat mit einem neuen Stadtbaustein seine historische Bedeutung und seine Zentralität gestärkt. Schauplatz ist ein Quartier südlich des Marktes, das von erheblichen Verkehrsbelastungen und Nutzungsverlusten gekennzeichnet war, daher unter Berücksichtigung der gewachsenen Parzellen- und Baustruktur mit einem zukunftsfähigen Nutzungsprogramm weiter entwickelt werden sollte. Im Ergebnis eines internationalen Wettbewerbsverfahrens, das als offene Werkstatt unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stattfand, wurde der Entwurf eines Weimarer Teams aus Stadtplanern und Architekten ausgewählt. Dieser wurde von der Stadt, dem Stadtrat und der Verwaltung über die Legislaturperioden von zwei Bürgermeistern hinweg sowie unter Nutzung der Städtebauförderung des Freistaates Bayern mit einer bemerkenswerten Konsequenz umgesetzt. Kernstück der Neuen Mitte ist die von der Stadt Hallstadt errichtete Marktscheune an der Stelle eines leer gefallenen Supermarktes in einem sehr heterogenen Stadtraum. Ein Anger leistet die städtebauliche Anbindung an die stark befahrene Mainstraße und die Verknüpfung mit der Bamberger Straße, die direkt zum Markt führt.

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Städtebaupreis 2016