Die Planungen für den Stadtteilpark zwischen dem Stadtwerke-Parkhaus und der Eislebener Straße sind beendet. Anfang Februar wurden sie in den Räumlichkeiten des Bürgerbeirats Ilversgehofen vorgestellt. Vorangegangen waren dem Entwurf viele Diskussionen, Begehungen, Zukunftswerkstätten und Stellungnahmen. „Wir wollten von Anfang an eine Bürgerbeteiligung und nicht nur, dass wir als Stadt informieren, was die Stadt vorhat, was ja auch gerne mal gemacht wird“, sagte Paul Börsch, der Leiter des Stadtentwicklungsamtes während der Präsentation.

Großer Streitpunkt war vorab die Skaterfläche, da Anwohner Belästigung durch Lärm der Jugendlichen befürchteten. Das Planungsbüro ließ Schallgutachten erstellen, letztlich entschieden sich die Planer für eine vier Meter hohe Mauer, die den Lärm in Richtung Park und Wohnhäuser ab- und zum Depot hinlenkt. Von Parkseite soll bis auf zwei Meter Höhe Erde aufgeschüttet und begrünt werden, eventuell umrankt irgendwann wilder Wein die 50 Zentimeter dicke Mauer. Die Seite, die zur Skatanlage zeigt, kann besprüht werden. „Skater sind ein junges Volk, dieser Ort wird sich entwickeln“, meinte Stefan Dittrich, Ingenieur in dem Planungsbüro. Und auch der Amtsleiter sieht dies relativ gelassen: „Es wird ohnehin nicht gelingen, dass Sprayen zu verhindern.“ Eventuell könnten sich junge Spraykünstler auf der Mauer verwirklichen, gerade im Erfurter Norden existiert schließlich eine große Soziokultur. Der Stadtteilpark soll zum Flanieren parallel zur Magdeburger Allee einladen. 300 neue Wohnungen entstehen außerdem, die ersten 30 bis 40 bis schon bezogen. Auch ein Kindergarten wird derzeit gebaut. „Es kommen also etwa 600 neue Menschen in den Stadtteil hinein, die Sozialstruktur wird neu sein“, sagte Paul Börsch. Die Jahrhunderte alte Lücke zwischen Johannesplatz und Häusern aus der Gründerzeit werde endlich geschlossen. Es wird einen Spielplatz geben, viel Wiese und große Bäume. „Das ist ein Musterbeispiel in der Stadtentwicklung“, freut sich Paul Börsch. 650 000 Euro sind für das Projekt veranschlagt, zwei Drittel davon kommen aus dem Bundesförderprogramm „Soziale Stadt“. Großes Ziel ist, dass ab dem Sommer die Bagger rollen, jetzt wird die Umgestaltung des sogenannten Johannesfeldes ausgeschrieben.